OFV stellt Weichen für die Zukunft...
Der Offenburger FV befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Neben einigen schmerzhaften Personalverlusten setzt der Verein jedoch auch deutliche positive Signale – insbesondere mit Blick auf die eigene Nachwuchsarbeit...
Seit fast zwei Wochen befindet sich der Offenburger FV in der Vorbereitung auf die verbleibenden Partien der Rückrunde in der Landesliga Südbaden. Beobachter stellten dabei fest, dass der Verein in der Winterpause einige personelle Veränderungen hinnehmen musste. Mit Konstantinos Mangoufis (SV Hausach) und Agon Zukaj (Kehler FV) kehrten zwei Spieler zu ihren Heimatvereinen zurück. Zudem haben Keven Feger (SV Rust) und Maximilian Leist (SV Niederschopfheim) den OFV verlassen.
Besonders bitter für den Offenburger FV ist der Abgang von Maximilian Leist. Mit ihm wollte der Verein eigentlich langfristig planen, doch der Spieler entschied sich unmissverständlich dafür, den OFV zu verlassen. Anders gelagert war der Fall Keven Feger. Hier führten interne Spannungen zu einer Situation, in der eine Trennung letztlich unausweichlich wurde. Vollzogen wurde sie bereits vor dem letzten Spiel vor der Winterpause. Offiziell sollen finanzielle Gründe bei keinem der vier Abgänge eine Rolle gespielt haben – eine Aussage, die zumindest Fragen offenlässt.
Laut Vereinsangaben seien sämtliche Spielergehälter ordnungsgemäß bezahlt worden. Doch genau an dieser Darstellung gibt es Zweifel. Spieler, die den OFV im Sommer verlassen haben, schildern offenbar ein anderes Bild. Aus dem externen Umfeld des Vereins sind zunehmend Stimmen zu hören, die von ausstehenden Zahlungen berichten. Nach Informationen sollen mehrere ehemalige Akteure den OFV sogar rechtlich wegen nicht beglichener Forderungen in Anspruch genommen haben. Offiziell bestätigt ist dies zwar nicht, doch die Diskrepanz zwischen Vereinskommunikation und den kursierenden Berichten wirft Fragen auf – und sorgt für zusätzliche Unruhe in einer derzeit entspannten Phase. Wenn der OFV die offenen Fragen aktiv aufarbeitet und klar kommuniziert, könnte aus der momentanen Irritation sogar ein wichtiger Schritt hin zu mehr Professionalität und Stabilität entstehen.
Auf der Zugangsseite kann der Offenburger FV zwei Neuzugänge präsentieren. Mit Yoan Bouki, der zuletzt für den SV Linx und FC Scheibenhard aktiv war und zuvor in Frankreich beim SC Schiltigheim sowie beim FC Mulhouse ausgebildet wurde, stößt ein technisch versierter Defensivspieler zum Kader. Ergänzt wird das Team durch Elton Scott Mandengue. Beide Akteure kennen den Verein gut – sie trugen bereits in ihrer Jugend das Trikot des OFV.
Auch darüber hinaus setzt der Verein ein klares Zeichen: Die Zukunft soll weiterhin der eigenen Nachwuchsarbeit gehören. Wie offiziell bestätigt wurde, rücken aus dem aktuellen U19-Kader gleich sechs Talente in die Landesliga-Mannschaft auf: Theo Fluck, Berin Sojkic, Niklas Mayer, Luca Brucker, Leonit Hykosmoni und Tolga Isik. Zudem haben – zusätzlich zu den bereits bekannten Zusagen – auch Nico Kummer und Torwart Linus Weber ihre Bereitschaft erklärt, in der kommenden Saison für den OFV aufzulaufen.
Die Verantwortlichen unterstreichen damit erneut ihren Weg: konsequente Förderung der eigenen Jugend und Vertrauen in das Potenzial des Nachwuchses. Ein Signal, das in sportlich herausfordernden Zeiten Mut macht und Perspektive schafft.