Rückschläge abhaken und Wende einleiten...
Der Offenburger FV steckt nach intensiven Wochen in einer schwierigen Phase. Starke Auftritte wechselten sich mit schmerzhaften Punktverlusten ab, wodurch die Mannschaft im Klassement zurückfiel. Nun gilt es, die jüngsten Rückschläge abzuschütteln und den Fokus wieder voll auf die kommenden Aufgaben zu richten...
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle liegt hinter dem Offenburger FV, der nach intensiven Wochen in der Landesliga Südbaden eine erste sportliche Bilanz zieht. Trotz spielerisch starker Ansätze und phasenweiser Dominanz musste die Mannschaft von Trainer Michael Kovacs zuletzt empfindliche Rückschläge hinnehmen, die das Team auf den fünften Tabellenplatz zurückgeworfen haben. Die kommenden Aufgaben verlangen nun volle Konzentration, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.
Die fundierte Rückschauanalyse der vergangenen Spieltage legt eine eklatante Schwäche in den Schlussphasen offen. Während der OFV beim souveränen 2:0-Derbysieg gegen den Kehler FV noch eine reife, kontrollierte Leistung zeigte, glitt den Offenburgern das Spielglück danach komplett aus den Händen. Beim VfB Bühl verspielte die Mannschaft eine scheinbar sichere 2:0-Führung durch drei Gegentore in einer chaotischen Nachspielzeit und verlor dramatisch mit 2:3. Nur eine Woche später beim SV Oberkirch wiederholte sich das Defensiv-Drama: Nach dem Führungstreffer kassierte der OFV in der 96. Minute den bitteren Ausgleich zum 2:2-Endstand. Am vergangenen Samstag im Karl-Heitz-Stadion folgte schließlich der nächste Dämpfer gegen den SV Schapbach. Trotz einer 1:0-Führung drehte der Spitzenreiter der Landesliga Südbaden die Partie nach zwei Standardsituationen zu einem 1:2. Trainer Michael Kovacs sparte nach dem Abpfiff nicht mit deutlicher Kritik und bemängelte fehlenden „Einsatz und Entschlossenheit“.
Inmitten dieser turbulenten Phase sorgt ein unerwarteter Neuzugang für die dringend benötigte Erfahrung im Defensivverbund. Der 33-jährige Torhüter Fabian Guttleber stieß nach einer Verletzungswelle, die sowohl Stammtorhüter Milot Shabani als auch Nachwuchskeeper Dominik Jurkovic außer Gefecht setzte, kurzfristig zum Verein. Guttleber, der eigentlich seine höherklassige Karriere bereits beendet hatte, feierte gegen Bühl sein Debüt und reaktivierte seine Handschuhe für den Traditionsverein. Mit seiner Routine aus langjährigen Verbandsliga-Einsätzen strahlt er bereits jetzt enorme Ruhe aus und bewahrte sein Team – wie beim Remis in Oberkirch – mehrfach mit starken Reflexen vor weiteren Gegentreffern.
Diese neu gewonnene Stabilität von hinten heraus soll nun das Fundament für die anstehende sportliche Bewährungsprobe bilden. In der Vorschau auf die kommende Begegnung wartet mit dem 1. SV Mörsch ein unangenehmer Prüfstein. Die Mörscher sind für ihre körperbetonte Spielweise und ihr schnelles Umschaltspiel bekannt und trotz Platz 13 keineswegs zu unterschätzen.