Saisonstart mit Anspruchsniveau...


Der Offenburger FV startet trotz externer Vorschusslorbeeren mit bewusst kontrollierter Erwartung in die neue Saison. Nach zwei Jahren Neuaufbau und einer starken Rückrunde gilt es, den eingeschlagenen Weg zu bestätigen und tabellarisch einen Schritt nach oben zu machen...

In den Einschätzungen verschiedener Trainer der Landesliga Südbaden taucht der OFV vor Saisonbeginn als möglicher Anwärter auf die oberen Plätze auf. Im Verein selbst bleibt man jedoch bewusst nüchtern. Für Cheftrainer Michael Kovacs steht fest, dass die interne Zielmarke entscheidend ist: Eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr – also ein Platz unter den ersten sechs – sowie ein weiterer Entwicklungsschritt der Mannschaft.

Die vorsichtige Erwartungshaltung hat ihren Ursprung in den vergangenen Spielzeiten. Nach dem raschen Absturz von der Oberliga Baden-Württemberg in die Landesliga Südbaden musste an der Badstraße zunächst ein neues Fundament gelegt werden. Kovacs übernahm eine bunt zusammengestellte Mannschaft, deren Stabilisierung viel Arbeit erforderte. Die erste Saisonhälfte spiegelte diese Ausgangslage wider: Mit 16 Punkten rangierte der OFV zur Winterpause auf Platz 13 und befand sich im unteren Tabellenbereich.

Erst nach der Winterpause gelang ein deutlicher Umschwung. Nach intensiven Gesprächen und personellen Anpassungen fand das Team zu einer neuen Linie. Nur vier Niederlagen im aktuellen Kalenderjahr führten den OFV schließlich bis auf Rang sieben. Für den Trainer war dies ein klares Signal, dass die Mannschaft den gewünschten Schritt gemacht hatte.

Die Euphorie nach der starken Rückrunde hielt jedoch nicht lange. Besonders hart traf es Offensivspieler Ivan Kostadinov, der nach überstandener Kreuzbandverletzung erneut dieselbe Diagnose erhielt. Auch Neuzugang Ruben Garcia (Rastatter SC/DJK) musste mit einem Kreuzbandriss passen, während Torhüter Milot Shabani sich einen Fußbruch zuzog. Insgesamt fehlten derzeit 13 Spieler, darunter auch die beiden anderen beiden Neuzugänge Simon Schulze (FV Schutterwald) und Dino Chatelard (SC Schiltigheim II).

Neben den Veränderungen im Kader wurde auch der Trainerstab ausgebaut. Mit Ex-OFV-Spieler Manuel Vollmer und Pasquale Sciannandrone stehen Kovacs zwei neue Assistenten zur Seite. Das Trio hat sich schnell gefunden und arbeitet bereits eng und effektiv zusammen. Die Qualität des neuen Trainerteams und der Mannschaft wird direkt zum Auftakt auf die Probe gestellt.

Nach dem Pokalspiel gegen Lahr wartet am kommenden Samstag mit dem Verbandsliga-Absteiger Niederschopfheim ein Gegner, den Kovacs zu den stärksten Anwärtern auf den Titel zählt. Auch der letztjährige Vizemeister SC Durbachtal gehört für ihn zu den Topteams der Liga. Für den OFV bedeutet der erste Spieltag eine echte Standortbestimmung. Die Partie in Niederschopfheim dürfte früh zeigen, wie weit die Mannschaft in ihrer Entwicklung ist – und wie belastbar das neu geschaffene Fundament tatsächlich ist.

Wer ist neu:
Ruben Garcia (Rastatter SC/DJK), Dino Chatelard (SC Schiltigheim II/Elsaß), Simon Schulze (FV Schutterwald), Marc Feurer, Leonit Hykosmoni, Niklas Mayer, Maximilian Kuolt, Tolga Isik, Eric Baßler, Lukas Jäger, Thomas Jäger, Luca Brucker, Noel de Bois, Berin Sojkic, Theo Fluck, Mika Werner, Moritz Fleck (alle eigene U19).

Wer hat uns verlassen:
Matti Jung (FC Wolfenweiler-Schallstadt), Jeremis Trittmacher (SC Kuhbach-Reichenbach), Linus Weber (SV Fautenbach), Sidorice Mouckagni Mouckagni (SC Lahr), Elton-Scott Mandengue, Nicolas Rios (beide unbekannt).


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