Wiedergutmachung im Visier...
Am kommenden Samstag steigt im Karl-Heitz-Stadion ein Duell mit jeder Menge Gesprächsstoff. Wer gegen den SC Durbachtal in die Favoritenrolle schlüpft? Schwer zu sagen – denn beide Mannschaften hinken ihrer Top-Form aktuell ein wenig hinterher...
Vor dem mit Spannung erwarteten Derby am kommenden Samstag im Karl-Heitz-Stadion steht die sportliche Leitung des Offenburger FV vor einer kniffligen Standortbestimmung. Ein klarer Favorit lässt sich für das Duell gegen den Tabellennachbarn SC Durbachtal kaum ausmachen, da beide Teams zuletzt Konstanz vermissen ließen. Während die Gäste aus den vergangenen fünf Begegnungen acht Punkte mitnahmen, verbuchte unsere Mannschaft im selben Zeitraum sieben Zähler.
Besonders die Erlebnisse des letzten Wochenendes schweißen die beiden ambitionierten Vereine unfreiwillig zusammen. Sowohl der OFV als auch der Tabellenfünfte aus Durbachtal verspielten jeweils eine vermeintlich komfortable 2:0-Führung. Für die Rot-Weißen endete der jüngste Auswärtsauftritt beim abstiegsbedrohten FV Ötigheim nach einem späten Einbruch sogar in einer bitteren 2:3-Niederlage – ein Rückschlag, der an der Badstraße tiefe Spuren hinterlassen hat. Cheftrainer Michael Kovacs blickt auch mit einer Woche Abstand selbstkritisch auf den verpassten Sprung an die Tabellenspitze zurück und gesteht, dass das Ergebnis nach wie vor an ihm nagt. Man habe eine große Chance liegengelassen und am Ende schlicht verdient verloren.
Der kommende Gegner reist mit einer ähnlich schweren Last an, nachdem der SCD seine Partie trotz klarer Überlegenheit ebenfalls noch unerklärlich aus der Hand gab. Kovacs, der die Begegnung der Durbachtaler vor Ort analysierte, schätzt die Aufgabe ungeachtet der jüngsten Ergebnisse als maximalen Prüfstein ein. Für den Offenburger Übungsleiter zählt der SC Durbachtal neben dem SV Niederschopfheim nach wie vor zu den absoluten Topfavoriten auf die beiden vorderen Aufstiegsplätze. Personell geht der OFV indes mit unverändertem Visier in das Derby: Trotz einiger angeschlagener Akteure bleibt der Kader im Vergleich zur Vorwoche unverändert, sodass die Mannschaft geschlossen auf Wiedergutmachung vor heimischer Kulisse brennt.